Igelhilfe im Kanton Zug
Sie haben in Zug, Baar, Cham, Steinhausen, Rotkreuz oder einer anderen Zuger Gemeinde einen verletzten, kranken oder verwaisten Igel gefunden? Bewahren Sie Ruhe, sichern Sie das Tier vorsichtig und nehmen Sie möglichst rasch telefonisch Kontakt mit einer Igelstation oder einer Tierarztpraxis auf.
Im Kanton Zug ist die Igel Hilfe Kanton Zug in Rotkreuz die erste Anlaufstelle für hilfsbedürftige Igel. Bitte bringen Sie einen Igel niemals unangemeldet vorbei. Klären Sie zuerst telefonisch ab, ob das Tier tatsächlich Hilfe benötigt und wie es weitergeht.
Igel gefunden – was ist jetzt zu tun?
Nicht jeder Igel benötigt menschliche Hilfe. Ein gesunder Igel ist vorwiegend in der Dämmerung und nachts unterwegs. Beobachten Sie einen Igel tagsüber, bedeutet dies nicht automatisch, dass er krank ist.
Handlungsbedarf besteht insbesondere, wenn der Igel:
- verletzt ist oder blutet
- apathisch wirkt oder sich nicht einrollt
- torkelt, im Kreis läuft, röchelt oder schwer atmet
- von Fliegen, Fliegeneiern oder Maden befallen ist
- auffallend dünn oder geschwächt ist
- längere Zeit ungeschützt in der Sonne liegt
- als Jungtier offensichtlich ohne Mutter aufgefunden wird
Kontaktieren Sie vor dem Transport möglichst eine Igelstation. Die Station kann beurteilen, ob der Igel aufgenommen werden muss und ob aktuell ein Pflegeplatz verfügbar ist.
IgelstationenBis zur Übergabe können Sie den Igel mit Handschuhen in eine ausreichend hohe Kartonschachtel setzen. Legen Sie Zeitungspapier und ein Handtuch hinein und stellen Sie die Box an einen ruhigen Ort. Bieten Sie frisches Wasser in einer flachen Schale an. Geben Sie dem Igel niemals Kuhmilch und behandeln Sie ihn nicht eigenständig mit Medikamenten oder Parasitenmitteln.
Igelstationen im Kanton Zug
Aufnahmekapazitäten und Erreichbarkeit können sich kurzfristig ändern. Bitte melden Sie jeden Igel telefonisch an, bevor Sie ihn zu einer Station bringen.
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Igel Hilfe Kanton Zug, Rotkreuz
Der Verein Igel Hilfe Kanton Zug betreibt in Rotkreuz die erste Igel-Auffangstation des Kantons. Er unterstützt verletzte und hilfsbedürftige Igel, berät bei Fragen zu Fundtieren und informiert darüber, wie man Gärten igelfreundlich gestaltet.
Wichtig: Rufen Sie vor jedem Transport an. Die Igel-Hotline ist für Notfälle und Meldungen zu gefundenen Igeln da.
- Isabel Lenk, Stationsleiterin
- Birkenmatt 6, 6343 Rotkreuz
- Igel-Hotline: 078 652 50 46
- info@igelhilfe-zg.ch
- igelhilfe-zg.ch
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Tierschutzverein Zug – Tierheim Allenwinden
Der Tierschutzverein Zug verfügt seit September 2010 über die kantonale Bewilligung, Igel zu Heilzwecken zu halten. Er leistet nach eigenen Angaben schnell und fachgerecht Hilfe, wenn Haus-, Nutz- oder Wildtiere in Not geraten.
- Tierheim Allenwinden
- Riedmatt, 6319 Allenwinden
- 041 711 00 33
- Telefonzeiten: Montag bis Samstag 10.00–12.00 Uhr und 13.00–16.00 Uhr
Sonntag und Feiertage geschlossen - info@tsvzug.ch
- tsvzug.ch
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Igel Hilfe Kanton Luzern
Ist die Igel Hilfe Kanton Zug nicht erreichbar, verweist sie auf ihre Kolleginnen und Kollegen der Igel Hilfe Kanton Luzern.
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Verein Igelspürhund
Der Verein Naturschutzspürhunde Schweiz baut den professionellen Einsatz speziell ausgebildeter Hunde im Natur- und Artenschutz auf. Ein Schwerpunkt ist das zuverlässige Auffinden von Igeln vor Bauarbeiten, Rodungen und anderen Eingriffen in ihre Lebensräume. Die Ausbildung und Prüfungen der Hunde orientieren sich an internationalen Standards.
- Sarah Küpfer
- Solothurnstrasse 92, 3303 Jegenstorf
- 079 661 93 90
- sarah@igelspürhund.ch
- igelspürhund.ch
Wenn die Igelstation nicht erreichbar ist:
- Igel-Hilfe Schweiz056 552 16 02Montag bis Freitag, 10.00–12.00 Uhr und 13.00–16.00 Uhrigelstation@igel-hilfe.ch
- Pro Igel Helpline0800 070 080Täglich von 16.00–20.00 UhrPro Igel – Igel in Not
- TierRettungsDienst0800 211 22224-Stunden-Notruf
- Polizei117Bei einem schwer verletzten Wildtier auf einer Strasse, nach einer Kollision oder bei einer akuten Verkehrsgefährdung
Bei kostenpflichtigen Notfallnummern können erhöhte Gesprächsgebühren anfallen. Bei einem schwer verletzten Igel kann auch eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktiert werden. Fragen Sie vor der Anfahrt telefonisch nach, ob Igel beziehungsweise Wildtiere behandelt werden.
Hinweis zu dieser regionalen Informationsseite · Stand: Oktober 2026
Diese Seite bündelt Informationen und Anlaufstellen zum Igelschutz im Kanton Zug. Sie stellt keine zusätzliche Igelstation und keine kantonale Behörde dar.
Die aufgeführten Igelstationen und Tierschutzorganisationen sind selbstständige beziehungsweise privat geführte Angebote. Zuständigkeiten, Erreichbarkeit und Aufnahmekapazitäten können sich kurzfristig ändern. Bitte nehmen Sie deshalb immer zuerst telefonisch Kontakt auf.
Kantonale Anlaufstellen
Bei tierschutzrechtlichen Fragen ist der Veterinärdienst die richtige kantonale Stelle. Für Wildtiere ist das Amt für Wald und Wild mit der Jagd- und Fischereiaufsicht zuständig.
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Veterinärdienst des Kantons Zug
Der Veterinärdienst gehört zum Amt für Verbraucherschutz. Er ist unter anderem für Tiergesundheit und Tierschutz zuständig. Wer eine Missachtung von Tierschutzvorschriften beobachtet, kann dies dem Veterinärdienst melden.
- Amt für Verbraucherschutz, Veterinärdienst
- Zugerstrasse 50a, 6312 Steinhausen
- 041 594 23 20
- Montag bis Freitag: 7.30–11.45 Uhr und 13.30–16.30 Uhr
- info.vetd@zg.ch
- zg.ch
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Amt für Wald und Wild
Das Amt für Wald und Wild ist mit der Jagd- und Fischereiaufsicht für die Wildtiere im Kanton Zug zuständig.
- Amt für Wald und Wild
- Aegeristrasse 56, 6301 Zug
- 041 594 35 35
- Montag bis Freitag: 8.00–11.45 Uhr und 14.00–17.00 Uhr
- info.afw@zg.ch
- zg.ch
Igelbeobachtungen im Kanton Zug melden
Beobachtungen aus dem Kanton Zug können auf Wilde Nachbarn Zug gemeldet werden. Das Projekt läuft seit 2020; Partner sind unter anderem der Kanton Zug (Natur und Landschaft), Pro Natura Zug, WWF Zug, der Zuger Vogelschutz und zahlreiche Zuger Gemeinden.
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Solche Meldungen helfen dabei:
- die Verbreitung der Igel zu dokumentieren
- Lücken im Vorkommen zu erkennen
- mögliche Gefahrenstellen zu lokalisieren
- Veränderungen über mehrere Jahre zu beobachten
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Notieren Sie nach Möglichkeit:
- Datum und Uhrzeit
- den genauen Beobachtungsort
- den Zustand des Igels
- nach Möglichkeit ein Foto aus sicherer Entfernung
Eine Beobachtungsmeldung ersetzt keine Notfallhilfe. Bei einem verletzten oder geschwächten Igel muss zusätzlich eine Igelstation kontaktiert werden.
Der Kanton Zug als Lebensraum für Igel
Igel leben im Kanton Zug vor allem in den Siedlungen und Grünräumen der tieferen Lagen: in Zug, Baar, Cham, Steinhausen, Hünenberg und Risch-Rotkreuz, in Gärten, Parks und Familiengärten sowie an Waldrändern und Hecken rund um die Dörfer.
Der Kanton ist dicht besiedelt und wächst weiter. Neue Überbauungen, Strassen, Mauern und dichte Zäune trennen die Lebensräume voneinander. Igel müssen auf ihrer nächtlichen Nahrungssuche mehrere Gärten und Grünflächen durchqueren können.
Geeignete Lebensräume bieten:
- naturnahe Gärten und Grünanlagen
- einheimische Hecken und Sträucher
- Laub-, Ast- und Totholzhaufen
- durchlässige Grundstücksgrenzen
- geschützte, trockene Plätze für Tagesnester und Winterschlaf
Wie viele Igel leben im Kanton Zug?
Wie viele Igel im Kanton Zug leben, ist nicht bekannt. Es gibt keine flächendeckende Bestandszählung, aus der sich eine seriöse Anzahl ableiten liesse.
Der Igel gilt in der Schweiz seit 2022 als potenziell gefährdet. In der Stadt Zürich ist der Bestand in den letzten rund 25 Jahren um etwa 40 Prozent zurückgegangen. Lebensraumverlust, Verkehr und intensive Gartenpflege machen dem Igel das Überleben zunehmend schwer; auch im Kanton Zug sind diese Entwicklungen spürbar.
Was Sie für Igel im Kanton Zug tun können
Mit einfachen Massnahmen lässt sich viel für den Igelschutz erreichen:
- naturnahe Gartenbereiche mit Laub, Holz und Sträuchern schaffen
- Durchgänge in Gartenzäunen ermöglichen
- auf Mähroboter in der Dämmerung und Nacht verzichten
- Laubhaufen als natürliche Winterquartiere erhalten
- auf Pestizide und Schneckenkorn verzichten
Solche Massnahmen helfen nicht nur Igeln, sondern fördern auch viele andere Tierarten und die Biodiversität insgesamt.
Gemeinsam Lebensräume schützen
Der Schutz von Igeln gelingt am besten gemeinsam. Privatpersonen, Gemeinden, Schulen, Unternehmen und Gartenbaubetriebe können durch naturnahe Gestaltung von Grünflächen und Gärten einen wichtigen Beitrag leisten.
Die Igelhilfe Schweiz setzt sich dafür ein, Wissen über Igelschutz und Biodiversität zugänglich zu machen und Menschen für den Schutz unserer heimischen Tierwelt zu begeistern.
Wir sind auch telefonisch für Sie da und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite.
Ob Sie unser Igel-Magazin voller hilfreicher Tipps, Informationen zu Igelvorträgen oder Materialien für Schulprojekte suchen – wir stellen alles kostenlos zur Verfügung, um das Wohl der Igel zu fördern.
Expertenwissen zur Pflege und Behandlung von Igeln
Kostenlose Igelkurse für Tierarztpraxisassistent*innen in der ganzen Schweiz
Die Igel-Hilfe Schweiz bietet kostenlose Igelkurse für Tierarztpraxisassistent*innen in der ganzen Schweiz an. Diese Kurse sind speziell auf Tierarztpraxisassistent*innen zugeschnitten, die sich in die Besonderheiten der Igelpflege einarbeiten möchten und professionelle Kenntnisse über die medizinische Betreuung und Pflege von Igeln erwerben wollen. Igel benötigen in Tierarztpraxen eine besondere Aufmerksamkeit und fachkundige Betreuung, die sich von anderen Wildtieren unterscheidet – genau hier setzen unsere Igelkurse für Tierarztpraxisassistent*innen an.
In unseren Kursen erfahren Sie alles über die artgerechte Pflege und Behandlung von Igeln. Wir decken wichtige Themen wie die richtige Fütterung, Stressmanagement bei der Behandlung und das Erkennen typischer Krankheiten bei Igeln ab. Unsere Igelkurse werden sowohl in unserer Igelstation als auch direkt in Ihrer Tierarztpraxis angeboten – wir sind in der ganzen Schweiz tätig und richten uns nach Ihrem Standort und Ihrem Zeitplan.
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Kleider von Rico sind regional, bio und vegan. 100 % des Erlöses gehen direkt an die Igel-Hilfe Schweiz – mit jedem Kauf helfen Sie Igeln.
